Live-Daten Redaktionell geprüft

Anbieterprofil · Tarifcheck

LichtBlick

ÖkoStrom Dynamic: Preislogik, Messvoraussetzungen, Vertragsbedingungen und offene Punkte aus den veröffentlichten Unterlagen.

Kurztest 2 Min. Prüfakte ca. 15–20 Min. Tarifdaten geprüft am 08.08.2026

LichtBlick in zwei Minuten

Die schnelle Entscheidung verbindet Tarifunterlagen, unabhängige Marktquellen und einen einheitlichen Vollkostenvergleich.

Passt gut

Tarif und Haushalt greifen ineinander

Ökostrom-orientierte Haushalte mit vorhandenem oder verbindlich geplantem Smart Meter.

Eher nicht

Wenig verschiebbare Last

Wenn Verbrauch kaum zeitlich steuerbar ist oder ein fester Monatsbetrag wichtiger ist, sollte ein günstiger Festtarif immer als Kontrollangebot danebenstehen.

Vor Abschluss

Offenen Punkt klären

Grundpreis und Zusatzkosten nicht aus älteren Übersichten übernehmen, sondern im aktuellen Angebot prüfen.

3.500 kWh · gleiche PLZ · gleicher Starttermin

LichtBlick fair gegen einen Festtarif prüfen

Städtebeispiele und einzelne Börsenstunden entscheiden keinen Tarifvergleich. Stelle dem persönlichen LichtBlick-Angebot einen normalen Festtarif mit denselben Haushaltsdaten gegenüber.

Unabhängige EinordnungFinanztip-Preisscore 9,8 / 10

Datierter Kostenindikator vom 02.06.2026. Er bewertet die Anbieterkosten, nicht App, Service oder deinen regionalen Endpreis.

Persönlicher VollkostenvergleichNoch offen

LichtBlick-Angebot und Festtarif mit identischer PLZ, 3.500 kWh, Starttermin und Laufzeit gegenüberstellen. Ohne beide Angebote nennen wir keinen Sieger.

Die ehrliche Entscheidungsgrenze

Der dynamische Tarif ist finanziell erst im Vorteil, wenn sein vollständiger Jahrespreis inklusive Messkosten unter dem vergleichbaren Festtarif liegt. Ein niedriger Börsenwert allein reicht nicht.

Kein Sparversprechen: Rechne nur mit Lastverschiebung, die dein Haushalt technisch und im Alltag wirklich umsetzen kann.

Tarif-Schnellcheck

Die entscheidenden Konditionen

Produkt
ÖkoStrom Dynamicexakten Tarifnamen im Angebot abgleichen
Preistakt
Viertelstündliche Preise und Messung.Zeitauflösung der veröffentlichten Logik
Endpreis
persönlicherst mit PLZ, Verbrauch und Messstatus belastbar
Quelle
www.lichtblick.deTarifblatt und Vertragszusammenfassung sichern
Geprüftes Produkt

ÖkoStrom Dynamic

Dynamischer Börsenpreis plus die im regionalen Angebot genannten Bestandteile.

Vertrag
Monatlich kündbar laut Produktseite.
Voraussetzung
Ein intelligentes Messsystem ist Voraussetzung.

Weitere Tarifvarianten: Im gepflegten Katalog nicht belegt; persönliches Angebot prüfen.

Vor dem Abschluss

Drei Angaben schriftlich sichern

  1. Gesamtpreis: Welche festen, variablen, regionalen und Messkosten gelten an deiner PLZ?
  2. Abrechnungsstart: Ab wann werden echte zeitaufgelöste Messwerte verwendet?
  3. Vertrag: Welche Laufzeit, Kündigungsfrist und Übergangsabrechnung stehen in der Vertragszusammenfassung?

Primärquelle: ÖkoStrom Dynamic bei LichtBlick. Maßgeblich bleibt das persönliche Angebot.

Vollständige Prüfakte

LichtBlick ausführlich geprüft

Hier folgen die vollständigen Tarif-, Regional-, Technik- und Vertragsbelege. Teilkosten bleiben klar vom persönlichen Endpreis getrennt.

Recherchebasis

Tarif, Markt und Haushalt getrennt geprüft

TarifunterlagenPreislogik und Vertrag geprüftProduktseite, Tarifangaben und Messvoraussetzungen
Unabhängiger MarktcheckFinanztip-Preisscore 9,8 / 10Finanztip-Empfehlung 2026 · Stand 02.06.2026
HaushaltsvergleichVollkosten statt LockpreisPersönliches Angebot gegen einen Festtarif mit gleichen Daten

Die drei Ebenen werden nicht zu einer künstlichen Gesamtnote vermischt: Anbieterunterlagen belegen den Tarif, die datierte unabhängige Quelle ordnet die Anbieterkosten ein und der Haushaltsvergleich prüft den vollständigen Endpreis.

Quelle: Finanztip, Dynamische Stromtarife im Vergleich. Der Preisscore bewertet Anbieterkosten, nicht App oder Service.

So ist das Urteil abgesichert

Tarif: Preislogik, Vertragsbedingungen, Messvoraussetzungen und Abrechnung aus den veröffentlichten Unterlagen.

Markt: unabhängige Vergleichswerte werden mit Datum und eigener Bedeutung ausgewiesen.

Für die Entscheidung zählt anschließend der vollständige persönliche Endpreis bei identischer PLZ, identischem Verbrauch und gleichem Starttermin.

Wichtigster Befund

LichtBlick SE: Hamburger Vollsortimenter, kein Dynamik-Startup

LichtBlick SE sitzt am Klostertor 1 in Hamburg und ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 126094 eingetragen (Impressum, abgerufen 08.08.2026). Im Impressum stehen zwei Tochtergesellschaften: LichtBlick eMobility in Rottendorf (AG Würzburg HRB 11191) und LichtBlick Energy as a Service in Köln (AG Köln HRB 99139).

Für die Einordnung wichtig: Der dynamische Tarif ist bei LichtBlick eine Produktlinie unter neun Privatkundentarifen — daneben stehen drei Festpreisschienen, zwei Wärmestromtarife und ein E-Auto-Tarif. Das prägt die Informationslage. Ein Anbieter, dessen ganzes Geschäftsmodell am dynamischen Tarif hängt, veröffentlicht seinen Aufschlag oft als Verkaufsargument. LichtBlick tut das nicht — veröffentlicht dafür aber die fertige regionale Viertelstundenkurve ohne Login, und die macht die Preisbildung von außen nachprüfbar.

Wohnort-Effekt zuerst

Regulierte regionale Preisbestandteile

Das ist kein Tarif-Endpreis und kein Anbieter-Ranking. Verglichen werden ausschließlich Kostenbestandteile, die sich durch Netzgebiet und Wohnort ändern.

Regionaler Preischeck

Beispielrechnung: 3.500 kWh in Hamburg gegen Mönchengladbach — nur der regionale Sockel

Beispiel, kein Angebot. Annahmen: Jahresverbrauch 3.500 kWh, Haushaltskunde in Niederspannung, Konzessionsabgabe zum jeweiligen Höchstsatz nach § 2 KAV, Netzentgelte aus den Preisblättern 2026 der beiden Netzbetreiber, Stand 08.08.2026. Verglichen werden die Postleitzahlen 20095 (Hamburg, Hamburger Energienetze) und 41061 (Mönchengladbach, NEW Netz).

Die folgende Tabelle zeigt ausschließlich die regionsabhängigen Bestandteile — also den Teil des Preises, der schon feststeht, bevor Börsenpreis und LichtBlick-Anteil dazukommen. Sie ist deshalb keine Jahresrechnung für den Tarif, sondern der Sockel, auf dem in diesen beiden Netzgebieten jeder Anbieter aufsetzt.

Einordnung: Die Werte enthalten regulierte Netz- und Abgabenbestandteile, aber weder Börsenenergie noch den vollständigen Anbieteranteil oder alle Messkosten. Sie sind kein Tarif-Endpreis.

Hamburg (Stadtgebiet) · 20095797,31 €pro Jahr

Regulierte Teilkosten bei 3.500 kWh

Mönchengladbach und Umland (Niederrhein) · 41061680,81 €pro Jahr

Regulierte Teilkosten bei 3.500 kWh

Wohnortbedingter Unterschied116,50 € pro JahrGleicher Verbrauch, unterschiedliche Netzgebiete
Regionsabhängige Preisbestandteile bei 3.500 kWh im Jahr, Stand 08.08.2026. Beispielrechnung, kein Angebot.
Bestandteil Hamburg (Stadtgebiet)
20095 · Hamburger Energienetze GmbH (vormals Stromnetz Hamburg)
Mönchengladbach und Umland (Niederrhein)
41061 · NEW Netz GmbH
Netzentgelt Arbeitspreis 9,70 ct 7,17 ct
Umlagen 2026 (KWKG, besondere Netznutzung, Offshore) 2,946 ct 2,946 ct
Stromsteuer (§ 3 StromStG) 2,05 ct 2,05 ct
Konzessionsabgabe (§ 2 KAV) 2,39 ct 1,99 ct
Summe Arbeitspreis 17,086 ct 14,156 ct
davon bei 3.500 kWh 598,01 € 495,46 €
Netzentgelt Grundpreis 72,00 € 76,65 €
Summe netto 670,01 € 572,11 €
Umsatzsteuer 19 % 127,30 € 108,70 €
Summe brutto pro Jahr 797,31 € 680,81 €
Unterschied im Jahr 116,50 € allein durch Netzgebiet und Konzessionsabgabe

Was hier NICHT drinsteht: der Börsenpreis und der Anbieteranteil. Die Tabelle zeigt nur die Bestandteile, die von deinem Wohnort abhängen und auf die kein Stromanbieter Einfluss hat. Messstellenentgelt kommt zusätzlich hinzu. Vollständigen Rechenweg ansehen

Netzentgelte: Preisblatt 2026 Hamburger Energienetze GmbH (vormals Stromnetz Hamburg) · Preisblatt 2026 NEW Netz GmbH · Umlagen: netztransparenz.de · abgerufen 08.08.2026

Der Unterschied allein aus dem Netzgebiet beträgt bei 3.500 kWh 116,50 Euro brutto im Jahr: 797,31 Euro in Hamburg gegen 680,81 Euro in Mönchengladbach. Bezogen auf den günstigeren Wert sind das 17,1 Prozent mehr für den Hamburger Haushalt — bei identischem Tarif und identischem Verbrauch.

Die beiden Bausteine ziehen dabei gegeneinander: Beim Arbeitspreis liegen 122,03 Euro brutto zwischen den Gebieten (2,93 ct/kWh netto, 3,49 ct/kWh brutto — genau der Abstand, den die LichtBlick-Kurve zeigt). Der Netzgrundpreis holt davon 5,53 Euro brutto zugunsten Hamburgs zurück, weil er dort mit 72,00 Euro netto niedriger liegt als die 76,65 Euro netto im NEW-Netz-Gebiet. Der Umschlagpunkt liegt bei rund 159 kWh im Jahr: Ab diesem Verbrauch überwiegt der günstigere Mönchengladbacher Arbeitspreis den höheren Grundpreis. Für jeden realistischen Haushalt ist die Frage damit entschieden.

Obendrauf kommt der Teil, den die Tabelle bewusst nicht enthält: Börsenpreis und LichtBlick-Anteil. Aus dem Tagesmittel der Preiskurve zurückgerechnet sind das am 08.08.2026 rund 9,98 ct/kWh netto — in beiden Netzgebieten praktisch derselbe Wert, und in beiden ohne Aufteilung.

Vollständige Tarifübersicht
Tarifportfolio

Alle Privatkundentarife im Überblick

Tarife und veröffentlichte Konditionen von LichtBlick
Tarif Typ Grundpreis Arbeitspreis Laufzeit Smart Meter Beleglage
ÖkoStrom Dynamic dynamisch nicht öffentlich dokumentiert; erst im Tarifrechner nach Eingabe von PLZ und Jahresverbrauch. Enthält laut Anbieter-FAQ Netzgrundpreis, LichtBlick-Anteil und Messstellenbetrieb viertelstündlicher Spotpreis laut Anbieter 1:1 weitergegeben, zzgl. Netzentgelt, Steuern, Abgaben, Umlagen und einer nicht bezifferten Vertriebskomponente. Öffentlich abrufbar als fertige regionale Bruttokurve je PLZ (eigener Abruf 08.08.2026, PLZ 20095: 19,83 bis 43,54 ct/kWh; PLZ 41061: 16,34 bis 40,05 ct/kWh) unbefristet, monatlich kündbar (Anbieterangabe Produktseite) Pflicht, muss bereits vorhanden sein; LichtBlick verweist für den Einbau an den örtlichen Messstellenbetreiber Produktseite
ÖkoStrom Dynamic Pro dynamisch nicht öffentlich dokumentiert; zusätzlich fällt das LichtBlick SolarPaket an, dessen Preis ebenfalls nicht beziffert ist viertelstündlich an den Spotmarkt gekoppelt; laut Anbieter-FAQ nur in Kombination mit dem SolarPaket als Teil des StromWallet erhältlich nicht öffentlich dokumentiert Pflicht; LichtBlick organisiert hier den Einbau und überbrückt die Wartezeit mit einem Übergangstarif (Konditionen nicht beziffert) Produktseite
ÖkoStrom Vario hybrid (Terminmarkt, monatlich variabel — kein dynamischer Tarif) nicht öffentlich dokumentiert; bei vorhandenem iMSys wird das Messentgelt laut Anbieter-FAQ im Grundpreis weitergereicht ändert sich monatlich; Beschaffung laut Anbieter-FAQ am Terminmarkt der Börse, nicht am Spotmarkt. Kein Betrag veröffentlicht unbefristet, monatlich kündbar (Anbieterangabe) nein; funktioniert mit klassischem oder digitalem Zähler, monatliche Zählerstandsmeldung empfohlen FAQ des Anbieters
ÖkoStrom Relax fest nicht öffentlich dokumentiert Festpreis; LichtBlick übernimmt laut eigener FAQ das Preisrisiko, fallende Börsenpreise werden nicht weitergegeben. Kein Betrag veröffentlicht 24 Monate; Kündigungsfrist nicht öffentlich dokumentiert nein Produktseite
ÖkoStrom Komfort fest nicht öffentlich dokumentiert Festpreis mit 12 Monaten Preisgarantie laut Produktseite; kein Betrag veröffentlicht 12 Monate; Kündigungsfrist nicht öffentlich dokumentiert nein Produktseite
ÖkoStrom Easy fest nicht öffentlich dokumentiert laut Produktseite dauerhaft niedriger Arbeitspreis ohne Bonusrechnung; kein Betrag veröffentlicht 12 oder 24 Monate; Kündigungsfrist nicht öffentlich dokumentiert nein Produktseite
WärmeStrom Wärmepumpe sondertarif nicht öffentlich dokumentiert nicht beziffert. Setzt laut Anbieter-FAQ einen eigenen Zähler und eine steuerbare Anlage nach § 14a EnWG voraus; LichtBlick weist auf mögliche Reduzierung von KWKG- und Offshore-Netzumlage auf 0,00 ct/kWh nach § 22 EnFG hin nicht öffentlich dokumentiert nicht als Bedingung genannt; separater Zähler ist Bedingung FAQ des Anbieters
WärmeStrom Nachtspeicherheizung sondertarif nicht öffentlich dokumentiert nicht beziffert; eigene Tarifschiene für Nachtspeicherheizungen mit Ein- oder Zweitarifzähler nicht öffentlich dokumentiert nicht genannt Produktseite
ÖkoStrom E-Auto (Zuhause laden) sondertarif nicht öffentlich dokumentiert nicht beziffert; Konditionen erst im Tarifrechner sichtbar nicht öffentlich dokumentiert nicht genannt Produktseite

Woher die Angaben stammen: Produktseite = die Anbieterseite zum Tarif, die sich jederzeit ändern kann; FAQ des Anbieters = ein Hilfe-Artikel des Anbieters.

Vollständige Recherche

Technik, Vertrag und offene Punkte

Die folgenden Kapitel bleiben vollständig sichtbar. Die wichtigsten Preis- und Regionaldaten stehen bereits weiter oben.

Der Beweis mit zwei Postleitzahlen: LichtBlicks Anteil ist in beiden Gebieten derselbe

Auf der Produktseite zu ÖkoStrom Dynamic läuft eine Preiskurve, die nach Eingabe der Postleitzahl den fertigen regionalen Bruttopreis je Viertelstunde ausgibt — ohne Login, ohne Vertragsdaten.

Wir haben die Kurve am 08.08.2026 für zwei Postleitzahlen abgerufen. Sie lieferte für beide Postleitzahlen jeweils 88 Viertelstundenwerte. Die Zeitstempel der Schnittstelle sind in UTC angegeben; die 88 Werte decken damit die Ortszeit von 02:00 bis 23:45 Uhr ab. Alle Uhrzeiten unten sind in deutsche Ortszeit umgerechnet.

  • Hamburg, PLZ 20095 (Netzgebiet Hamburger Energienetze): niedrigster Wert 19,83 ct/kWh um 14:00 Uhr, höchster 43,54 ct/kWh um 19:45 Uhr, Mittel über die 88 abgerufenen Werte 32,21 ct/kWh.
  • Mönchengladbach, PLZ 41061 (Netzgebiet NEW Netz): niedrigster Wert 16,34 ct/kWh um 14:00 Uhr, höchster 40,05 ct/kWh um 19:45 Uhr, Mittel über die 88 abgerufenen Werte 28,72 ct/kWh.

Der Abstand beträgt an beiden Extremen exakt 3,49 ct/kWh brutto — unten wie oben, auf zwei Nachkommastellen. Auch die Tagesspanne ist mit 23,71 ct/kWh in beiden Netzgebieten identisch. Anders gesagt: Zwischen diesen beiden Postleitzahlen verschiebt LichtBlick die gesamte Kurve nur parallel nach oben oder unten. Der Anteil, den LichtBlick selbst auf den Börsenpreis legt, ist in beiden Netzgebieten derselbe. Das ist keine Anbieterangabe, sondern das Ergebnis zweier Abrufe, die du selbst wiederholen kannst. Auf mehr als diese zwei Netzgebiete lässt sich der Befund nicht ausdehnen — geprüft sind nur sie.

Was in den 9,98 Cent steckt — und was LichtBlick daran nicht offenlegt

Die 9,98 ct/kWh netto sind kein Anbieterwert, sondern ein Restwert, und zwar ausdrücklich der Restwert des Tagesmittels: Tagesmittel der Kurve durch 1,19 geteilt, dann Netzentgelt, Umlagen, Stromsteuer und Konzessionsabgabe abgezogen. In Hamburg ergeben sich so 9,98 ct/kWh, in Mönchengladbach 9,98 ct/kWh — der Unterschied liegt erst in der dritten Nachkommastelle.

Auf eine einzelne Viertelstunde angewendet, liefert dieselbe Rechnung einen ganz anderen Wert, weil dort der schwankende Börsenpreis durchschlägt: In Hamburg reicht der Rest am 08.08.2026 von −0,42 ct/kWh in der günstigsten Viertelstunde bis 19,50 ct/kWh in der teuersten. Belastbar ist deshalb nur der Mittelwert über den ganzen abgerufenen Zeitraum.

In diesen 9,98 ct/kWh stecken der Börsenpreis und der LichtBlick-Anteil zusammen. Die Aufteilung legt LichtBlick nirgends offen. Die FAQ zum Tarif nennt drei Posten — eine „Vertriebskomponente“ (die laut Anbieter Herkunftsnachweise und Ausgleichsenergie enthält), Vertriebskosten und einen „Risikoaufschlag“ — und keinen davon mit einer Zahl.

Ein Nebenbefund: Die Rückrechnung geht in beiden Netzgebieten nur dann auf, wenn die Konzessionsabgabe tatsächlich zum jeweiligen Höchstsatz nach § 2 KAV erhoben wird — 2,39 ct/kWh in Hamburg (Gemeinde über 500.000 Einwohner), 1,99 ct/kWh in Mönchengladbach (100.000 bis 500.000 Einwohner). Das NEW-Netz-Preisblatt listet die Konzessionsabgaben je Kommune in Abschnitt 6 zwar auf, aber als nicht auslesbare Tabellengrafik; der hier verwendete Satz ist deshalb der gesetzliche Höchstbetrag, nicht der aus dem Preisblatt entnommene.

Die Grundpreislücke: der eine Betrag, den du nicht nachrechnen kannst

Innerhalb desselben Anbieters liegen die beiden Preisbestandteile in der Nachprüfbarkeit weit auseinander. Den Arbeitspreis veröffentlicht LichtBlick regional aufgelöst und viertelstündlich. Den Grundpreis zeigt LichtBlick erst im Tarifrechner nach Eingabe von Postleitzahl und Jahresverbrauch.

Wir haben am 08.08.2026 gezielt nach einem Preisblatt oder einer Vertragszusammenfassung als PDF gesucht — auf lichtblick.de gibt es beides nicht öffentlich. Auch die LichtBlick-Wissensseite zum aktuellen Strompreis nennt zwar Durchschnittswerte für den deutschen Markt (Neukundentarife 24,72 ct/kWh, alle Haushalte 31,64 ct/kWh, Grundversorgung 40,37 ct/kWh, Stand August 2026) und eine Aufteilung des Strompreises in Beschaffung und Vertrieb 41,3 %, Steuern, Abgaben und Umlagen 33,9 %, Netzentgelte 24,8 % — aber keinen einzigen eigenen Tarifpreis.

Das ist deshalb relevant, weil im LichtBlick-Grundpreis laut FAQ drei Bestandteile stecken: der Netzgrundpreis, der LichtBlick-Anteil und das Entgelt für den Messstellenbetrieb. Zwei davon sind Durchleitungsposten, einer ist Marge — und vor Vertragsabschluss ist keiner von ihnen einzeln sichtbar. Nachprüfbar ist nur der Netzgrundpreis, und zwar aus dem Preisblatt des Netzbetreibers: 72,00 Euro netto im Jahr in Hamburg, 76,65 Euro netto im NEW-Netz-Gebiet.

Von neun Tarifen ist genau einer für Selbstwechsler dynamisch

LichtBlick führt drei börsengekoppelte Produkte, und sie funktionieren unterschiedlich:

  • ÖkoStrom Dynamic gibt den Spotpreis laut Anbieter viertelstündlich weiter, ist monatlich kündbar und setzt ein bereits vorhandenes intelligentes Messsystem voraus. Auf der Produktseite steht dazu wörtlich: „Smart Meter sind die Voraussetzung für einen dynamischen Tarif.“
  • ÖkoStrom Dynamic Pro gibt es laut Anbieter-FAQ nur zusammen mit dem LichtBlick SolarPaket als Teil des StromWallet. Nur hier steuert das System Bezug, Speicher und Verbrauch automatisch — gekoppelt an SMA- und Viessmann-Hardware. Für einen reinen Tarifwechsel ohne Anlagenkauf ist dieses Produkt nicht zugänglich.
  • ÖkoStrom Vario ist trotz wechselnder Preise kein dynamischer Tarif: LichtBlick kauft dafür nach eigener Angabe am Terminmarkt ein, nicht am Spotmarkt, und der Arbeitspreis ändert sich einmal im Monat. Dafür braucht es keinen Zählertausch.

Dazu kommen die Festpreisschienen Relax (24 Monate), Komfort (12 Monate Preisgarantie) und Easy (12 oder 24 Monate, laut Produktseite ausdrücklich ohne Bonus) sowie die Sondertarife für Wärmepumpe, Nachtspeicherheizung und E-Auto. Für keinen dieser Tarife ist ein Grundpreis oder Arbeitspreis öffentlich beziffert.

Beim Zähler verweist LichtBlick an den Messstellenbetreiber

Das ist der Punkt, an dem ÖkoStrom Dynamic für viele Haushalte endet. Der Tarif richtet sich laut FAQ an Leute, die ein Smart Meter bereits nutzen. Auf die Frage, wie man eines bekommt, verweist LichtBlick an den zuständigen örtlichen Messstellenbetreiber und empfiehlt, diesen selbst zu kontaktieren und nach einer Beschleunigung des Einbaus zu fragen. Kein Einbauservice, kein Termin, keine Zusage.

Als Zwischenlösung schlägt LichtBlick den eigenen Vario-Tarif vor. Anders liegt der Fall beim StromWallet: Dort organisiert LichtBlick den Smart-Meter-Einbau und überbrückt die Wartezeit mit einem Übergangstarif — allerdings nur im Paket mit der eigenen Solaranlage.

Zum Stand der eigenen Messstellen-Aktivitäten: LichtBlick hat 2021 gemeldet, selbst Messstellendienstleister geworden zu sein und Smart Meter einbauen, betreiben und warten zu können — ausdrücklich „zunächst“ für Gewerbekunden, mit späterer Ausweitung auf Privatkunden ohne Termin. Eine aktuellere Meldung, die diese Ausweitung für Privatkunden vollzieht, war am 08.08.2026 nicht auffindbar. Für einen Privathaushalt gilt deshalb weiter der Verweis aus der FAQ.

Nachts günstiger — aber die Schwachlastregel hängt am alten Zweitarifzähler

Ein regionales Detail, das ausgerechnet Nutzer dynamischer Tarife betrifft: Das Preisblatt der NEW Netz GmbH definiert für das gesamte Netzgebiet täglich 0:00 bis 6:00 Uhr als Schwachlastzeit. In diesem Fenster gilt die niedrigere Konzessionsabgabe nach § 2 Abs. 2 Ziffer 1a KAV statt Ziffer 1b.

Nur greift die Regel ausdrücklich für Energie, die ausschließlich in diesem Zeitraum über einen Zweitarifzähler gemessen wird, und der Händler muss nachweisen, dass er die Differenz an den Endkunden weitergegeben hat. Wer nachts über ein intelligentes Messsystem lädt, erfüllt diese Bedingung nicht — das iMSys ist kein Zweitarifzähler. In der Regionstabelle oben ist deshalb durchgehend der Höchstsatz ohne Schwachlastermäßigung angesetzt. Ob und wie LichtBlick diese Regel bei Kunden mit Zweitarifzähler abbildet, ist nicht öffentlich dokumentiert.

Zum Vergleich: Polarstern beziffert seinen eigenen Anteil, LichtBlick nicht

Dass eine öffentliche Viertelstundenkurve auch mit aufgeschlüsseltem Anbieteranteil geht, zeigt ein Blick auf Polarstern. Die öffentliche Preisschnittstelle des Anbieters liefert ohne Login je Postleitzahl Viertelstundenwerte für heute und morgen — und dazu jeden Bestandteil einzeln. Für PLZ 80331 standen dort am 08.08.2026 unter anderem Netzentgelt 7,699 ct/kWh, Stromsteuer 2,439 ct/kWh, Konzessionsabgabe 2,844 ct/kWh und als eigener Posten „Stromhandel und Vertrieb“ 3,000 ct/kWh (Abruf mit Steuerkennzeichnung, also Bruttowerte).

Damit ist der Unterschied zu LichtBlick sachlich benannt und beruht auf einem eigenen Abruf beider Quellen: Beide veröffentlichen die regionale Viertelstundenkurve frei zugänglich. Nur bei Polarstern ist der Anbieteranteil daraus direkt ablesbar, bei LichtBlick bleibt er als Restwert von rund 9,98 ct/kWh netto im Tagesmittel mit dem Börsenpreis verklebt. Eine Preisempfehlung ist das nicht: Verglichen sind hier nur die Bestandteile eines einzelnen Abruftags in unterschiedlichen Netzgebieten, keine Jahreskosten.

Direktvergleich mit Konkurrenz

Schneller Überblick: So schneidet LichtBlick gegen zwei populäre Alternativen ab. Klicke auf einen Anbieternamen für den vollständigen Test.

LichtBlickDIESER TEST
Tarifmodell
100 % Ökostrom seit 1998
Faire Grundgebühr, 100% Ökostrom
Reiner Spot-Tarif, niedrige Marge
Preis (ab)
ab 7,50 ct/kWh + Grundgebühr
ab 5,90 ct/kWh + ehrliche Grundgebühr
Spot + 0,7 ct/kWh
Bewertung
4,3/5
4,6/5
4,3/5
Ideal für
Ökostrom-Klassiker, große Marke
Transparenz-Fans, App-affine
Profi-Spot-Nutzer
Extra / Bonus
Klimaneutraler Versand
Monatlich kündbar
Direkt am Börsenpreis

Lohnt sich der Tarif für meinen Haushalt?

Drei typische Haushaltsprofile mit potenzieller Ersparnis durch dynamische Tarifierung. Die tatsächliche Ersparnis hängt davon ab, wie konsequent du Verbrauch in günstige Stunden verschieben kannst.

Solo / Singles
1.800 kWh/Jahr
Potenzielle Ersparnis:5–10 %
Familie 4 Personen
4.200 kWh/Jahr
Potenzielle Ersparnis:8–15 %
Familie + E-Auto + WP
9.500 kWh/Jahr
Potenzielle Ersparnis:15–30 %

Werte sind Modellschätzungen für dynamische Tarife im Vergleich zu klassischen Festpreisen. Reale Ersparnis hängt von Verbrauchsprofil, Lastverschiebung und Smart-Meter ab.

Vor dem Wechsel klären

Häufige Fragen, klar beantwortet

Warum kostet derselbe LichtBlick-Tarif in Hamburg 3,49 Cent mehr als in Mönchengladbach?

Weil zwei regionale Bausteine auseinanderliegen. Der Netzarbeitspreis beträgt in Hamburg 9,70 ct/kWh netto, im NEW-Netz-Gebiet Mönchengladbach 7,17 ct/kWh (Preisblätter 2026). Dazu kommt die Konzessionsabgabe: 2,39 ct/kWh Höchstsatz für Gemeinden über 500.000 Einwohner gegen 1,99 ct/kWh für die Klasse 100.000 bis 500.000 (§ 2 KAV). Zusammen sind das 2,93 ct/kWh netto, mit 19 Prozent Umsatzsteuer 3,49 ct/kWh brutto — exakt der Abstand, den die LichtBlick-Preiskurve am 08.08.2026 an jedem abgerufenen Punkt des Tages zeigte.

Wie viel macht das Netzgebiet im Jahr aus?

Im Beispiel mit 3.500 kWh und Stand 08.08.2026 sind es 116,50 Euro brutto: Die regionsabhängigen Bestandteile summieren sich in Hamburg (PLZ 20095) auf 797,31 Euro, in Mönchengladbach (PLZ 41061) auf 680,81 Euro — 17,1 Prozent mehr für den Hamburger Haushalt. Beim Arbeitspreis allein liegen 122,03 Euro brutto dazwischen; der Netzgrundpreis holt 5,53 Euro brutto zugunsten Hamburgs zurück. Wichtig: Das ist der Sockel vor Börsenpreis und Anbieteranteil, keine vollständige Jahresrechnung.

Was steckt in den 9,98 Cent, die nach Abzug aller Abgaben übrig bleiben?

Der Börsenpreis und der LichtBlick-Anteil zusammen. Der Wert ist aus dem Tagesmittel zurückgerechnet, nicht aus einer einzelnen Viertelstunde: Tagesmittel der Preiskurve (32,21 ct/kWh brutto in Hamburg, 28,72 ct/kWh in Mönchengladbach) geteilt durch 1,19, dann Netzentgelt, Umlagen (0,446 + 1,559 + 0,941 ct/kWh), Stromsteuer (2,05 ct/kWh) und Konzessionsabgabe abgezogen. Für den 08.08.2026 ergaben sich so rund 9,98 ct/kWh netto in Hamburg wie in Mönchengladbach. Wendest du dieselbe Rechnung auf einen einzelnen Kurvenpunkt an, kommt wegen des schwankenden Börsenpreises etwas ganz anderes heraus — in Hamburg −0,42 ct/kWh in der günstigsten und 19,50 ct/kWh in der teuersten Viertelstunde. Wie sich der Block auf Börse und Marge aufteilt, legt LichtBlick nicht offen; die FAQ nennt nur eine Vertriebskomponente, Vertriebskosten und einen Risikoaufschlag, alle drei ohne Betrag.

Kann ich den LichtBlick-Grundpreis nachlesen, ohne meine Daten einzugeben?

Nein. LichtBlick zeigt ihn erst im Tarifrechner nach Eingabe von Postleitzahl und Jahresverbrauch. Ein Preisblatt oder eine Vertragszusammenfassung als PDF war am 08.08.2026 auf lichtblick.de nicht öffentlich auffindbar. Laut FAQ enthält der Grundpreis drei Bestandteile: den Netzgrundpreis, den LichtBlick-Anteil und das Entgelt für den Messstellenbetrieb. Nachprüfbar ist davon nur der Netzgrundpreis über das Preisblatt des Netzbetreibers — 72,00 Euro netto im Jahr in Hamburg, 76,65 Euro netto in Mönchengladbach.

Ist ÖkoStrom Vario ein dynamischer Tarif?

Nein, auch wenn sich der Preis ändert. LichtBlick kauft für Vario nach eigener Angabe am Terminmarkt der Börse ein, nicht am Spotmarkt, und der Arbeitspreis ändert sich einmal im Monat. Verbrauch in eine günstige Viertelstunde zu verschieben, wirkt sich hier nicht aus. Vario braucht dafür kein intelligentes Messsystem und wird von LichtBlick selbst als Einstieg für alle vorgeschlagen, deren Zähler noch nicht getauscht ist.

Baut LichtBlick mir für ÖkoStrom Dynamic ein intelligentes Messsystem ein?

Beim Tarif ÖkoStrom Dynamic nicht. LichtBlick verweist in der eigenen FAQ an den zuständigen örtlichen Messstellenbetreiber und empfiehlt, diesen selbst zu kontaktieren und nach einer Beschleunigung des Einbaus zu fragen. Nur im Paket ÖkoStrom Dynamic Pro mit dem StromWallet organisiert LichtBlick den Einbau und überbrückt die Wartezeit mit einem Übergangstarif — das setzt allerdings den Kauf des LichtBlick SolarPakets voraus. LichtBlick hat 2021 gemeldet, selbst Messstellendienstleister geworden zu sein, ausdrücklich zunächst für Gewerbekunden.

Bekomme ich in Mönchengladbach nachts eine niedrigere Konzessionsabgabe?

Nur unter einer Bedingung, die ein Smart Meter nicht erfüllt. Das NEW-Netz-Preisblatt 2026 definiert täglich 0:00 bis 6:00 Uhr als Schwachlastzeit mit der niedrigeren Konzessionsabgabe nach § 2 Abs. 2 Ziffer 1a KAV. Sie gilt aber nur für Energie, die ausschließlich in diesem Zeitraum über einen Zweitarifzähler gemessen wird, und der Händler muss die Weitergabe an den Endkunden nachweisen. Wer über ein intelligentes Messsystem nachts lädt, fällt nicht darunter.

Tarifdaten geprüft am 08.08.2026

Quelle und nächster Schritt

Geprüfte Primärquelle: offizielle Produktseite zu ÖkoStrom Dynamic auf www.lichtblick.de. Anbieterangaben können sich ändern; maßgeblich sind das persönliche Angebot und die beim Abschluss bereitgestellten Vertragsunterlagen.

Tarif bei LichtBlick ansehen Externer Link · Offizielle Anbieterwebsite · öffnet in neuem Tab.
Inhaltsverzeichnis 6 Abschnitte
Transparenz · 17 Belege

Geprüfte Quellen zu LichtBlick

Quellenstand 08.08.2026