
Green Planet Energy: Ökostrom-Kooperative
Affiliate-Link · Dein Preis ändert sich nicht
Anbieter-Test · 2026
Green Planet Energy im Test: die Greenpeace-nahe Energiegenossenschaft
Green Planet Energy (vormals „Greenpeace Energy“) ist seit 1999 als Energiegenossenschaft aktiv und gehört zu den ersten reinen Ökostrom-Anbietern Deutschlands. Mit rund 200.000 Privatkunden ist GPE etabliert und politisch klar positioniert: Die Genossenschaft hat enge Verbindungen zu Greenpeace und setzt sich aktiv für den Atomkraft-Ausstieg, gegen fossile Brennstoffe und für deutsche EE-Erzeugung ein. Anders als Großversorger gibt es bei GPE keine Aktionäre, sondern Genossenschafts-Mitglieder — und die Politik des Unternehmens spiegelt das wider. Wir haben Green Planet Energy gegen naturstrom, Polarstern und LichtBlick geprüft.
Kurzfazit
Unsere Einschätzung zu Green Planet Energy
Green Planet Energy ist die klare Wahl für politisch-ökologisch engagierte Kunden mit Greenpeace-Affinität: 100 % deutscher Ökostrom mit eigener und genossenschaftlicher Erzeugung, dezidiertem Politik-Engagement gegen Atomkraft und Kohle, und einem konsequent demokratischen Geschäftsmodell. Preislich liegt GPE etwa auf naturstrom-/Polarstern-Niveau (Arbeitspreis ~33 ct/kWh). Wer Stromversorgung als politisches Statement versteht und Bonus-Hunting nicht wichtig findet, ist hier richtig. Wer reine Preis-Optimierung sucht oder dynamische Tarife will, schaut anderswo.
Status, Kostenlogik und Preisbildung
Green Planet Energy rechnet im Festpreis-Modell mit 12 Monaten Preisgarantie ab. Der Hauptarif proWindGas (Strom) liegt bei rund 33 ct/kWh Arbeitspreis und etwa 11 €/Monat Grundgebühr. Ein Tarif proKlimagas kombiniert Strom und Gas. Realistisch landest du bei einem Endpreis von 32–35 ct/kWh all-in. GPE investiert pro verkaufter Kilowattstunde einen festen Anteil in den EE-Ausbau und in Wasserstoff-Pilotprojekte — ein Engagement, das bei klassischen Anbietern fehlt. Das macht GPE konzeptionell zu einem der innovativsten Ökostrom-Anbieter, wenn auch nicht zu einem Schnäppchen.
Die GPE-App und das politische Engagement
Die Green-Planet-Energy-App ist eine Standard-Verwaltungs-App mit Schwerpunkt auf Vertrags- und Verbrauchs-Verwaltung. Keine Spot-Tarif- oder Smart-Charging-Funktionen. Was GPE auszeichnet, ist die politische Kommunikation in der App und im Newsletter: regelmäßige Berichte über laufende Atom-Ausstiegs-Kampagnen, Wasserstoff-Pilotprojekte und Initiativen für die Energiewende. Wer das schätzt, bekommt eine engagiert geführte Genossenschaft als Strom-Anbieter. Wer das wegklicken will, wird die App rudimentär finden.
GPE bietet kein eigenes Heim-Hardware-Portfolio (PV, Speicher, WP) — der Fokus liegt klar auf Strom- und Gas-Versorgung sowie auf politischer Energiewende-Arbeit. Wer Komplett-Energy-Pakete will, schaut zu 1KOMMA5° oder LichtBlick. Was GPE aber besonders gut macht: das proWindGas-Konzept, bei dem ein Teil der Strom-Einnahmen in Wasserstoff-Erzeugung aus überschüssigem Wind-Strom investiert wird — ein Pionier-Ansatz für die langfristige EE-Speicherung.
Für wen Green Planet Energy sich wirklich lohnt
GPE passt am besten zu politisch-ökologisch engagierten Festpreis-Kunden mit Greenpeace-Affinität: Familien mit 3.000–5.000 kWh Verbrauch, denen die Atom-Ausstiegs-Bewegung und die Energiewende-Politik wichtig sind. Ersparnis gegenüber dem örtlichen Grundversorger liegt bei ~80–130 €/Jahr — vergleichbar mit naturstrom/Polarstern. GPE wird regelmäßig von Stiftung Warentest und Ökotest als Top-Ökostrom empfohlen. Für Single-Haushalte unter 2.000 kWh ist die Grundgebühr nachteilig. Wer reine Preis-Optimierung sucht (Yello), dynamische Tarife will (Tibber) oder Komplett-Hardware-Pakete braucht (1KOMMA5°), ist anderswo besser bedient.
Stärken im Anbieter-Test
- Genossenschafts-Modell mit demokratischer Mitgliederstruktur
- 100 % deutscher Ökostrom aus eigenen und Genossenschafts-Anlagen
- Klares politisches Engagement gegen Atom und fossile Brennstoffe
- Pionier-Konzept für Wasserstoff-Erzeugung aus überschüssigem EE-Strom (proWindGas)
- Empfehlung von Stiftung Warentest, Ökotest, NABU, Greenpeace
- Transparente Politik-Kommunikation in App und Newsletter
Schwächen und Risiken
- Kein dynamischer Spot-Tarif
- Arbeitspreis ~33 ct/kWh nicht günstig
- Grundgebühr ~11 €/Monat über Spot-Anbieter-Niveau
- App ohne Verbrauchs-Optimierung
- Reine Online-Beratung, keine Service-Center
- Kein Heim-Hardware-Portfolio (PV, Speicher, WP)
Nicht ideal für
- Preis-optimierte Discount-Sucher
- Single-Haushalte unter 2.000 kWh
- Dynamische Tarif-Optimierer
- Eigenheim-Besitzer mit Komplett-Setup-Plänen
- Kunden, die Service-Center für Beratung wollen
Häufige Fragen
Hat Green Planet Energy noch was mit Greenpeace zu tun?
Ja, GPE ist personell und politisch eng mit Greenpeace Deutschland verbunden, aber rechtlich eigenständig. 2021 erfolgte die Umbenennung von „Greenpeace Energy“ zu „Green Planet Energy“ wegen markenrechtlicher Konflikte. Die politische Linie ist gleichgeblieben.
Was ist proWindGas?
Ein Pilotkonzept, bei dem ein Anteil der Strom-Einnahmen in Wasserstoff-Erzeugung aus überschüssigem Wind-Strom investiert wird. Mittelfristig soll dieser „grüne Wasserstoff“ als Energieträger eingesetzt werden. Konzeptueller Pionier-Ansatz in Deutschland.
Bietet GPE einen dynamischen Tarif?
Nein, nur Festpreis. Für dynamische Tarife sind Tibber, Ostrom, Octopus oder Rabot die richtige Wahl.
Was unterscheidet GPE von naturstrom?
Beide sind ehrliche deutsche Ökostrom-Anbieter mit ähnlichem Preis-Niveau. GPE hat das stärkere politische Engagement und das Wasserstoff-Pilotprojekt; naturstrom hat den klar definierten EE-Zubau-Cent und ist mehr „Industrie-Akteur“ als „Politik-Akteur“. Die Wahl ist eher eine Haltungs-Frage.
Kann ich GPE-Genossenschaftsmitglied werden?
Ja, mit einem Mindest-Beteiligungsbetrag (typisch 55 €). Als Mitglied stimmst du auf der Generalversammlung mit über strategische Entscheidungen. Das ist politische Partizipation in der Energiewende.
Ist GPE finanziell sicher?
Ja. Die Genossenschaft arbeitet profitabel, hat keine Konzern-Bindung und eine breite Mitgliederbasis. Genossenschaftliche Strukturen gelten als sehr insolvenzsicher.
Wenn du politisches Energiewende-Engagement und ehrlichen Ökostrom verbinden willst und Festpreis-Sicherheit bevorzugst, ist GPE eine starke Wahl. Vergleich gleich mit naturstrom und Polarstern im Tarif-Quiz.
Alternativen zu Green Planet Energy
Direktvergleich mit Konkurrenz
Schneller Überblick: So schneidet Green Planet Energy gegen zwei populäre Alternativen ab. Klicke auf einen Anbieternamen für den vollständigen Test.
Lohnt sich der Tarif für meinen Haushalt?
Drei typische Haushaltsprofile mit potenzieller Ersparnis durch dynamische Tarifierung. Die tatsächliche Ersparnis hängt davon ab, wie konsequent du Verbrauch in günstige Stunden verschieben kannst.
Werte sind Modellschätzungen für dynamische Tarife im Vergleich zu klassischen Festpreisen. Reale Ersparnis hängt von Verbrauchsprofil, Lastverschiebung und Smart-Meter ab.