GASAG in zwei Minuten
Die schnelle Entscheidung verbindet Tarifunterlagen, unabhängige Marktquellen und einen einheitlichen Vollkostenvergleich.
Tarif und Haushalt greifen ineinander
Haushalte, die eine flexible Vertragsbindung suchen und den Messstellenprozess selbst klären können.
Wenig verschiebbare Last
Wenn Verbrauch kaum zeitlich steuerbar ist oder ein fester Monatsbetrag wichtiger ist, sollte ein günstiger Festtarif immer als Kontrollangebot danebenstehen.
Offenen Punkt klären
Ohne iMSys profitiert der Haushalt nicht unmittelbar vom Verschieben einzelner Verbrauchszeiten.
GASAG fair gegen einen Festtarif prüfen
Städtebeispiele und einzelne Börsenstunden entscheiden keinen Tarifvergleich. Stelle dem persönlichen GASAG-Angebot einen normalen Festtarif mit denselben Haushaltsdaten gegenüber.
Für diesen Tarif liegt im gepflegten Katalog kein passender unabhängiger Kostenwert vor. Wir übertragen keine Note eines anderen Produkts.
GASAG-Angebot und Festtarif mit identischer PLZ, 3.500 kWh, Starttermin und Laufzeit gegenüberstellen. Ohne beide Angebote nennen wir keinen Sieger.
Der dynamische Tarif ist finanziell erst im Vorteil, wenn sein vollständiger Jahrespreis inklusive Messkosten unter dem vergleichbaren Festtarif liegt. Ein niedriger Börsenwert allein reicht nicht.
Kein Sparversprechen: Rechne nur mit Lastverschiebung, die dein Haushalt technisch und im Alltag wirklich umsetzen kann.
Die entscheidenden Konditionen
- Produkt
- GASAG STROM Flexexakten Tarifnamen im Angebot abgleichen
- Preistakt
- Mit iMSys zeitaufgelöst.Zeitauflösung der veröffentlichten Logik
- Endpreis
- persönlicherst mit PLZ, Verbrauch und Messstatus belastbar
- Quelle
- www.gasag.deTarifblatt und Vertragszusammenfassung sichern
GASAG STROM Flex
Börsenorientierter Tarif; die vollständigen regionalen Konditionen stehen im Angebot.
- Vertrag
- Keine Mindestvertragslaufzeit und monatlich kündbar laut Produktinformation.
- Voraussetzung
- Mit klassischem Zähler beziehungsweise ohne iMSys bleibt der Tarif passiv; die aktive zeitgenaue Variante benötigt ein intelligentes Messsystem. Der Einbau ist nicht pauschal enthalten.
Weitere Tarifvarianten: Im gepflegten Katalog nicht belegt; persönliches Angebot prüfen.
Drei Angaben schriftlich sichern
- Gesamtpreis: Welche festen, variablen, regionalen und Messkosten gelten an deiner PLZ?
- Abrechnungsstart: Ab wann werden echte zeitaufgelöste Messwerte verwendet?
- Vertrag: Welche Laufzeit, Kündigungsfrist und Übergangsabrechnung stehen in der Vertragszusammenfassung?
Primärquelle: GASAG STROM Flex bei GASAG. Maßgeblich bleibt das persönliche Angebot.
GASAG ausführlich geprüft
Hier folgen die vollständigen Tarif-, Regional-, Technik- und Vertragsbelege. Teilkosten bleiben klar vom persönlichen Endpreis getrennt.
Tarif, Markt und Haushalt getrennt geprüft
Die Ebenen werden nicht zu einer künstlichen Gesamtnote vermischt: Anbieterunterlagen belegen den Tarif und der einheitliche Haushaltsvergleich prüft den vollständigen Endpreis. Einen nicht passend verfügbaren Drittwert ersetzen wir nicht durch eine fremde oder erfundene Note.
So ist das Urteil abgesichert
Tarif: Preislogik, Vertragsbedingungen, Messvoraussetzungen und Abrechnung aus den veröffentlichten Unterlagen.
Markt: unabhängige Vergleichswerte werden mit Datum und eigener Bedeutung ausgewiesen.
Für die Entscheidung zählt anschließend der vollständige persönliche Endpreis bei identischer PLZ, identischem Verbrauch und gleichem Starttermin.
In 16 von 92 geprüften Postleitzahlen buchbar – der Rest bekommt den Tarif nicht
Die zentrale Frage bei GASAG | STROM Flex ist nicht der Preis, sondern die Verfügbarkeit. Auf der Produktseite steht dazu nichts, die Tarifübersicht unterscheidet nur pauschal zwischen „speziellen Stromtarifen für Berlin“ und „deutschlandweit buchbaren Ökostromtarifen“, ohne den Flex einzuordnen.
Wir haben deshalb am 08.08.2026 die Preisabfrage des GASAG-Tarifrechners für 92 Postleitzahlen quer durch Deutschland aufgerufen (Privatkunde, 3.500 kWh/Jahr). Ergebnis: In 16 Postleitzahlen lieferte die Abfrage ein Angebot, in 76 nicht. Buchbar war der Tarif in Berlin (10115, 12043), Potsdam (14467), Rathenow (14712), Eberswalde (16225), Bitterfeld-Wolfen (06749), Köthen (06366), Sangerhausen (06526), Zwickau (08056), Essen (45127), Osnabrück (49074), Siegen (57072), Esslingen (73728), Taufkirchen bei München (82024), Nürnberg (90402) und Erlangen (91052).
Ohne Angebot blieben unter anderem Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart, Düsseldorf, Dortmund, Hannover, Bremen, Kiel, Rostock, Saarbrücken, Oldenburg, Leipzig, Dresden, Magdeburg, Halle, Cottbus, Frankfurt (Oder) und Oranienburg. Das Bild ist also weder „nur Berlin“ noch „deutschlandweit“, sondern eine Flickendecke. Die Stichprobe deckt 92 von rund 8.200 Postleitzahlen ab – sie zeigt ein Muster, keine vollständige Gebietsliste.
Regulierte regionale Preisbestandteile
Das ist kein Tarif-Endpreis und kein Anbieter-Ranking. Verglichen werden ausschließlich Kostenbestandteile, die sich durch Netzgebiet und Wohnort ändern.
Beispielrechnung: die regionsabhängigen Bestandteile bei 3.500 kWh im Jahr
Beispiel, kein Angebot. Annahmen: 3.500 kWh Jahresverbrauch, Haushaltskunde, Netzentgelte 2026, Umlagen 2026, Stromsteuer nach § 3 StromStG, Konzessionsabgabe zum jeweils zutreffenden Höchstsatz nach § 2 KAV, Stand 08.08.2026. Verglichen werden zwei Netzgebiete, in denen STROM Flex am 08.08.2026 buchbar war: das Stadtgebiet Berlin (Stromnetz Berlin, PLZ 10115, Konzessionsabgabe 2,39 ct/kWh) und das Netzgebiet MITNETZ STROM in Sachsen-Anhalt (Beispiel Bitterfeld-Wolfen, PLZ 06749, rund 38.000 Einwohner, Konzessionsabgabe 1,59 ct/kWh).
Die folgende Tabelle zeigt ausschließlich die regionsabhängigen Bestandteile – also den Preis vor Börsenpreis und vor dem GASAG-Anteil. Der Börsenpreis ist bewusst nicht enthalten: Er kommt in beiden Regionen in gleicher Höhe obendrauf, weil er bundesweit aus derselben EPEX-SPOT-Preisreihe (Day-Ahead, Marktgebiet DE-LU) stammt.
Einordnung: Die Werte enthalten regulierte Netz- und Abgabenbestandteile, aber weder Börsenenergie noch den vollständigen Anbieteranteil oder alle Messkosten. Sie sind kein Tarif-Endpreis.
Regulierte Teilkosten bei 3.500 kWh
Regulierte Teilkosten bei 3.500 kWh
| Bestandteil | Berlin (Stadtgebiet) 10115 · Stromnetz Berlin GmbH |
Netzgebiet MITNETZ STROM (Sachsen-Anhalt) 06749 · MITNETZ STROM mbH (Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom) |
|---|---|---|
| Netzentgelt Arbeitspreis | 7,46 ct | 6,31 ct |
| Umlagen 2026 (KWKG, besondere Netznutzung, Offshore) | 2,946 ct | 2,946 ct |
| Stromsteuer (§ 3 StromStG) | 2,05 ct | 2,05 ct |
| Konzessionsabgabe (§ 2 KAV) | 2,39 ct | 1,59 ct |
| Summe Arbeitspreis | 14,846 ct | 12,896 ct |
| davon bei 3.500 kWh | 519,61 € | 451,36 € |
| Netzentgelt Grundpreis | 33,36 € | 73,00 € |
| Summe netto | 552,97 € | 524,36 € |
| Umsatzsteuer 19 % | 105,06 € | 99,63 € |
| Summe brutto pro Jahr | 658,03 € | 623,99 € |
| Unterschied im Jahr | 34,04 € allein durch Netzgebiet und Konzessionsabgabe | |
Was hier NICHT drinsteht: der Börsenpreis und der Anbieteranteil. Die Tabelle zeigt nur die Bestandteile, die von deinem Wohnort abhängen und auf die kein Stromanbieter Einfluss hat. Messstellenentgelt kommt zusätzlich hinzu. Vollständigen Rechenweg ansehen
Netzentgelte: Preisblatt 2026 Stromnetz Berlin GmbH · Preisblatt 2026 MITNETZ STROM mbH (Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom) · Umlagen: netztransparenz.de · abgerufen 08.08.2026
Berlin liegt bei diesem Verbrauch 34,04 EUR im Jahr brutto über dem MITNETZ-Gebiet, das sind rund 5,5 Prozent und umgerechnet etwa 0,97 ct/kWh brutto. Netto beträgt der Abstand 28,61 EUR. Er entsteht vollständig aus Netzentgelt und Konzessionsabgabe und setzt sich gegenläufig zusammen: Beim Arbeitspreis ist Berlin teurer (1,15 ct/kWh mehr Netzentgelt, also 40,25 EUR netto, plus 0,80 ct/kWh mehr Konzessionsabgabe, also 28,00 EUR netto), beim Grundpreis dagegen deutlich günstiger (33,36 statt 73,00 EUR netto im Jahr, also 39,64 EUR weniger).
Daraus folgt ein Umschlagpunkt: Erst ab rund 2.030 kWh Jahresverbrauch ist Berlin das teurere der beiden Gebiete. Wer weniger verbraucht – etwa ein Ein-Personen-Haushalt mit 1.500 kWh –, zahlt im MITNETZ-Gebiet mehr, weil der höhere Netzgrundpreis dann stärker wiegt als der niedrigere Arbeitspreis.
Auf diese regionsabhängige Summe kommen in beiden Gebieten noch zwei Posten obendrauf, die nicht in der Tabelle stehen: der GASAG-Anteil aus dem vorigen Abschnitt (81,0084 EUR im Jahr netto plus 1,243 ct/kWh netto, bei 3.500 kWh zusammen 124,51 EUR netto oder 148,17 EUR brutto) und der mengengewichtete Börsenpreis, dessen Höhe erst nach Ablauf des Abrechnungszeitraums feststeht.
Zur Einordnung: Für die beiden konkreten Postleitzahlen gab der GASAG-Rechner am 08.08.2026 als Jahresbetrag brutto ohne Börsenpreis 806,20 EUR (10115) beziehungsweise 772,16 EUR (06749) aus. Zieht man von diesen Werten den GASAG-Anteil von 148,17 EUR brutto ab, bleiben genau die Beträge der Tabelle übrig – die Rechnerabfrage bestätigt die Herleitung also Cent für Cent.
Alle Privatkundentarife im Überblick
| Tarif | Typ | Grundpreis | Arbeitspreis | Laufzeit | Smart Meter | Beleglage |
|---|---|---|---|---|---|---|
| GASAG | STROM Flex (Berlin, PLZ 10115) | dynamisch | 9,5307 EUR/Monat netto = 11,3415 EUR/Monat brutto (114,3684 EUR/Jahr netto); enthält laut § 6.2 AGB Netzentgelt-Grundpreis, Messentgelt und Vertriebskostenanteil | "Arbeitspreis ohne Börsenpreis" 16,089 ct/kWh netto = 19,1459 ct/kWh brutto, zuzüglich mengengewichteter EPEX-SPOT-Börsenpreis (Day-Ahead, DE-LU) | keine Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist 1 Monat (§ 9.1 AGB) | nicht erforderlich; iMSys nur für aktives Lastverschieben nötig (§ 10.8 AGB). Einbau nicht im Leistungsumfang | Tarifrechner (nur mit PLZ) |
| GASAG | STROM Flex (Bitterfeld-Wolfen, PLZ 06749) | dynamisch | 12,834 EUR/Monat netto = 15,2725 EUR/Monat brutto (154,0084 EUR/Jahr netto) | "Arbeitspreis ohne Börsenpreis" 14,139 ct/kWh netto = 16,8254 ct/kWh brutto, zuzüglich Börsenpreis | keine Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist 1 Monat | nicht erforderlich (§ 10.8 AGB) | Tarifrechner (nur mit PLZ) |
| GASAG | Spreestrom 24 (Berlin) | fest | 9,66 EUR/Monat netto = 11,4954 EUR/Monat brutto | 27,7946 ct/kWh netto = 33,0756 ct/kWh brutto | 24 Monate, eingeschränkte Preisgarantie 24 Monate, Kündigungsfrist 1 Monat; Neukundenbonus 300 EUR | nein | Tarifrechner (nur mit PLZ) |
| GASAG | STROM Direkt (Berlin) | fest | 10,00 EUR/Monat netto = 11,90 EUR/Monat brutto | 28,4314 ct/kWh netto = 33,8334 ct/kWh brutto | keine Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist 1 Monat, kein Bonus | nein | Tarifrechner (nur mit PLZ) |
| GASAG | STROM Direkt 12 (Berlin) | fest | 11,00 EUR/Monat netto = 13,09 EUR/Monat brutto | 27,6314 ct/kWh netto = 32,8814 ct/kWh brutto | 12 Monate, eingeschränkte Preisgarantie 12 Monate; Neukundenbonus 200 EUR | nein | Tarifrechner (nur mit PLZ) |
| GASAG | STROM Direkt 24 (Berlin) | fest | 10,00 EUR/Monat netto = 11,90 EUR/Monat brutto | 27,6314 ct/kWh netto = 32,8814 ct/kWh brutto | 24 Monate, eingeschränkte Preisgarantie 24 Monate; Neukundenbonus 300 EUR | nein | Tarifrechner (nur mit PLZ) |
| GASAG | STROM Wärmepumpe (Berlin/Potsdam) | sondertarif | 10,00 EUR/Monat netto = 11,90 EUR/Monat brutto | 20,1448 ct/kWh netto = 23,9723 ct/kWh brutto (Berlin; verbrauchsunabhängig bei 3.500 und 6.000 kWh geprüft) | 12 Monate, eingeschränkte Preisgarantie 12 Monate; Bonus 30 EUR | separate Messung erforderlich (zwei Eintarifzähler oder Eintarif- plus Zweitarifzähler); Steuerbarkeit nach § 14a EnWG vorausgesetzt | Tarifrechner (nur mit PLZ) |
| GASAG | STROM Nachtspeicher (Berlin) | sondertarif | 10,00 EUR/Monat netto = 11,90 EUR/Monat brutto | 20,1448 ct/kWh netto = 23,9723 ct/kWh brutto | 12 Monate, eingeschränkte Preisgarantie 12 Monate, kein Bonus | nein | Tarifrechner (nur mit PLZ) |
| EISBÄREN | Strom (Berlin) | fest | 9,66 EUR/Monat netto = 11,4954 EUR/Monat brutto | 27,1946 ct/kWh netto = 32,3616 ct/kWh brutto | 24 Monate, eingeschränkte Preisgarantie 24 Monate, kein Bonus | nein | Tarifrechner (nur mit PLZ) |
| GASAG | STROM Leerstand | sondertarif | Stromnetz Berlin 7,31 EUR/Monat netto (8,70 brutto); MITNETZ STROM 10,00 (11,90); E.DIS 9,16 (10,90); Netzgesellschaft Potsdam und Stadtwerke Oranienburg je 6,30 (7,50); TEN 8,82 (10,50) – Preisblatt gültig ab 01.02.2024, seither nicht aktualisiert (Prüfstand 08.08.2026) | nach Gemeindegröße gestaffelt, Beispiel über 500.000 Einwohner: Stromnetz Berlin 33,58 ct/kWh netto (39,96 brutto), MITNETZ STROM 33,00 (39,27) – Preisblatt gültig ab 01.02.2024, seither nicht aktualisiert | Leerstandsversorgung, ausgelegt auf 0 bis 10.000 kWh; bis 40 kWh in maximal 60 Tagen kein Grund- und kein Arbeitspreis | nein | Preisblatt |
Woher die Angaben stammen: Tarifrechner (nur mit PLZ) = ein Wert, der erst nach Eingabe von Postleitzahl und Verbrauch erscheint; Preisblatt = ein dauerhaft abrufbares Dokument des Anbieters.
Häufige Fragen, klar beantwortet
In welchen Postleitzahlen kann ich GASAG | STROM Flex überhaupt abschließen?
In einer Stichprobe über 92 Postleitzahlen am 08.08.2026 lieferte die Preisabfrage des GASAG-Tarifrechners in 16 Fällen ein Angebot: Berlin (10115, 12043), Potsdam, Rathenow, Eberswalde, Bitterfeld-Wolfen, Köthen, Sangerhausen, Zwickau, Essen, Osnabrück, Siegen, Esslingen, Taufkirchen, Nürnberg und Erlangen. Kein Angebot gab es unter anderem in Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart, Leipzig, Dresden, Erfurt, Magdeburg, Halle, Cottbus, Oranienburg, Dortmund, Hannover, Rostock, Kiel, Bremen und Oldenburg. Die Stichprobe ist nicht vollständig – prüfe deine eigene Postleitzahl im Rechner.
Wie stark schlägt die Region auf den Preis durch?
In unserem Beispiel mit 3.500 kWh Jahresverbrauch, Stand 08.08.2026, liegen die regionsabhängigen Bestandteile (Netzentgelt, Umlagen, Stromsteuer, Konzessionsabgabe – ohne Börsenpreis und ohne GASAG-Anteil) in Berlin bei 658,03 EUR brutto und im Netzgebiet MITNETZ STROM (Beispiel Bitterfeld-Wolfen) bei 623,99 EUR brutto. Der Abstand beträgt 34,04 EUR im Jahr, rund 5,5 Prozent oder etwa 0,97 ct/kWh brutto. Das ist ein Beispiel, kein Angebot – und es gilt nur für diesen Verbrauch: Weil Berlin den niedrigeren Netzgrundpreis und den höheren Arbeitspreis hat, kippt das Verhältnis unterhalb von rund 2.030 kWh im Jahr, dort ist dann das MITNETZ-Gebiet das teurere.
Wie hoch ist der Anteil, den GASAG selbst behält?
GASAG weist ihn nicht aus. Rechnet man aus den abgefragten Preisen die belegten Fremdbestandteile heraus – Netzentgelt, Konzessionsabgabe nach § 2 KAV, Stromsteuer und die drei Umlagen – bleiben in Berlin, Bitterfeld-Wolfen, Nürnberg und Esslingen jeweils 81,0084 EUR pro Jahr netto im Grundpreis und 1,243 ct/kWh netto im Arbeitspreis übrig. Bei 3.500 kWh sind das 124,51 EUR netto oder 148,17 EUR brutto im Jahr. Das ist unsere eigene Rechnung, keine Anbieterangabe. In diesem Restbetrag stecken laut AGB die Ökostromzertifikate, Vertriebskosten und die Messentgelte.
Warum steht auf meiner Rechnung kein Preis je Viertelstunde?
Weil GASAG nach § 6.3 a) der AGB nicht viertelstundenweise abrechnet, sondern einen mengengewichteten Durchschnitt bildet: Verbrauch jeder Viertelstunde mal zugehörigem EPEX-SPOT-Preis (Day-Ahead, Marktgebiet DE-LU), aufsummiert, geteilt durch den Gesamtverbrauch des Abrechnungszeitraums. Auf der Rechnung erscheint dann eine einzige Zeile "Strom-Börsenpreis". Der Sparanreiz durch Verschieben bleibt, die Nachvollziehbarkeit einzelner Stunden nicht.
Muss ich die Börsenpreise wirklich selbst archivieren?
Ja, jedenfalls solange GASAG sie nicht im Kundenportal bereitstellt. § 6.3 a) der AGB sagt wörtlich: "Es obliegt dem Kunden, diese für die Prüfung der Abrechnung notwendigen Spotmarktpreise zu archivieren." Die verlinkte EPEX-SPOT-Seite zeigt nur Vortag, laufenden Tag und Folgetag. Wer eine Jahresrechnung nachrechnen will, braucht also eine eigene Datensammlung über zwölf Monate. Für die im Portal veröffentlichten Preise gilt zusätzlich § 20.2: kommerzielle Nutzung und Weitergabe an Dritte sind untersagt.
Was kostet mich der Zählertausch in Berlin – und zahlt GASAG etwas dazu?
GASAG zahlt nichts dazu. § 6.2 der AGB nimmt Zusatzleistungen nach § 34 Abs. 2 und 3 MsbG ausdrücklich aus dem Grundpreis aus, du beauftragst den Einbau selbst beim grundzuständigen Messstellenbetreiber. In Berlin ist das die Stromnetz Berlin GmbH: vorzeitige Ausstattung mit iMS nach § 34 Abs. 2 Nr. 1 MsbG einmalig 100,00 EUR brutto, laufender Messstellenbetrieb bis 6.000 kWh Jahresverbrauch 30,00 EUR brutto pro Jahr, mit steuerbarer Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG 50,00 EUR brutto pro Jahr (Preisblatt gültig ab 01.01.2026).
Brauche ich für einen dynamischen Tarif ein intelligentes Messsystem?
Bei GASAG nicht zwingend: § 10.8 der Tarif-AGB verlangt ein iMSys nur, wenn du Verbräuche aktiv in günstige Zeiträume verlagern willst; für die rein passive Nutzung reicht ein konventioneller Zähler oder eine moderne Messeinrichtung. Ohne iMSys wird dein Jahresverbrauch über das Standardlastprofil des Netzbetreibers auf die Viertelstunden verteilt, verschobene Verbräuche wirken sich also nicht auf die Rechnung aus. Bei anderen Anbietern kann das anders geregelt sein – Vattenfall etwa schreibt für seinen dynamischen Tarif "Tarifabschluss nur mit Smart Meter (iMSys) möglich".
Quelle und nächster Schritt
Geprüfte Primärquelle: offizielle Produktseite zu GASAG STROM Flex auf www.gasag.de. Anbieterangaben können sich ändern; maßgeblich sind das persönliche Angebot und die beim Abschluss bereitgestellten Vertragsunterlagen.