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Nissan Micra 2026: Mehr Reichweite, niedrigerer Preis

Nissan Micra 2026: Mehr Reichweite, niedrigerer Preis

Das Wichtigste in Kürze

  • Micra-Einstiegspreis sinkt auf 26.290 Euro
  • Preissenkung je nach Ausstattungslinie bis 1.710 Euro
  • WLTP-Reichweite wächst auf 325 oder 427 Kilometer
  • eCall 4G ab Werk, Ganzjahresreifen optional für 350 Euro
  • Neue Smartphone-Ladeschale und LED-Innenraumbeleuchtung

Der Nissan Micra wird günstiger, gleichzeitig legt die Reichweite zu. Klingt erstmal nach dem klassischen Hersteller-Reflex, wenn ein Modell in die zweite Lebenshälfte kommt. Schaut man genauer hin, steckt mehr dahinter: Nissan rüstet den Kleinwagen an mehreren Stellen gleichzeitig nach, senkt die Listenpreise und reagiert zugleich auf eine EU-Verordnung. Was das für Käuferinnen und Käufer konkret bedeutet, ordne ich hier ein.

Micra kaufen: Was bleibt nach der Preissenkung im Portemonnaie?

Junge Frau in beigem Mantel betrachtet neugierig einen weißen Elektro-Kleinwagen im Showroom

Die neue Preisstruktur gilt für sämtliche Ausstattungsvarianten. Der Einstieg in die elektrische Kleinwagen-Welt von Nissan liegt jetzt bei 26.290 Euro für die Basisversion Engage. Je nach Ausstattungslinie senkt der Hersteller den Listenpreis um bis zu 1.710 Euro.

Wer mehr Ausstattung will, zahlt klar definierte Aufpreise. Die Linie Advance mit der kleinen Batterie kostet 28.290 Euro, also 2.000 Euro mehr als die Basis. Mit dem größeren Akku steigt der Advance auf 31.290 Euro. Das Topmodell Evolve, das ausschließlich mit der 52-kWh-Batterie angeboten wird, liegt bei 33.190 Euro. Innerhalb der Advance-Linie schlägt der größere Akku also mit 3.000 Euro zu Buche, der Sprung von Advance zu Evolve kostet weitere 1.900 Euro.

  • Engage, 40 kWh: 26.290 Euro
  • Advance, 40 kWh: 28.290 Euro
  • Advance, 52 kWh: 31.290 Euro
  • Evolve, 52 kWh: 33.190 Euro

Die Preislogik folgt einem einfachen Muster: Wer Reichweite kauft, zahlt einen festen Aufpreis pro Linie, wer Komfort will, ebenfalls. Das macht Vergleich und Konfiguration leichter, weil die Stufen klar erkennbar bleiben. Für eine echte Markt-Einordnung fehlt allerdings der Vergleich mit direkten Wettbewerbern, den die Quelle nicht liefert.

Mehr Reichweite oder nur ein bisschen Marketing?

Die Reichweite wächst, wenn auch überschaubar. Mit der 40-kWh-Batterie schafft der Micra nach WLTP nun 325 Kilometer, vorher waren es 317. Bei der 52-kWh-Variante geht es von 416 auf 427 Kilometer. Das sind acht beziehungsweise elf Kilometer mehr, je nach Akkugröße.

Nissan nennt konkret die aerodynamischen Anpassungen als Ursache. Neue Außenspiegel mit optimiertem Luftwiderstand sowie überarbeitete Verkleidungen an Unterboden und Kofferraum sollen den Widerstand auf der Straße senken. Der Hersteller spricht zudem von einem höheren Geräuschkomfort im Innenraum. Zwei Fliegen mit einer Klappe also: leiser fahren und etwas weiter kommen.

WLTP steht für „Worldwide Harmonised Light Vehicles Test Procedure“, ein genormtes Messverfahren für Reichweite und Verbrauch. Im Alltag liegen die tatsächlichen Werte meist unter der Norm, weil Tempo, Außentemperatur und Klimaanlage den Verbrauch treiben. Acht oder elf Kilometer mehr nach Norm sind also kein Grund zur Euphorie, aber auch kein Marketing-Bluff. Die Verbesserung lässt sich physikalisch über die veränderte Aerodynamik nachvollziehen.

Lohnt sich der Aufpreis für Advance und Evolve?

Die Ausstattungsunterschiede gehen über den Akku hinaus. Ab der Linie Advance gehört eine überarbeitete Ladeschale fürs Smartphone zum Lieferumfang. Käuferinnen und Käufer der Basisversion Engage gehen hier leer aus. Die Schale setzt auf Magnetring-Technologie und eine optimierte Belüftung, damit das Telefon zügig lädt und sich nicht übermäßig erwärmt. Gerade wer das Smartphone als Navi nutzt, profitiert im Alltag davon.

Eine weitere Neuerung betrifft die Innenbeleuchtung. Die neue LED-Innenraumbeleuchtung erhellt künftig nicht mehr nur die vorderen Plätze, sondern auch den Bereich der Rückbank. Gerade im Winter oder auf langen Fahrten ein Komfortgewinn, der allen Insassen zugutekommt.

Eine sinnvolle neue Bestelloption, die nicht an eine bestimmte Linie gebunden ist: Ganzjahresreifen lassen sich ab sofort für 350 Euro inklusive Mehrwertsteuer direkt beim Kauf mitordern. Damit fällt die spätere Werkstatt-Suche weg, und die Bereifung kann von Anfang an in die Konfiguration einfließen.

  • Smartphone-Ladeschale mit Magnetring-Technologie, ab Advance
  • LED-Innenraumbeleuchtung vorn und hinten
  • Ganzjahresreifen als Bestelloption für 350 Euro inkl. MwSt.
  • Optimierte Außenspiegel und Unterbodenverkleidungen für bessere Aerodynamik

Warum eCall 4G im Micra jetzt serienmäßig ist

Bereits in der Basisausstattung enthalten ist die Notruffunktion eCall 4G. Bei einem schweren Unfall setzt das System automatisch einen Notruf über das 4G-Mobilfunknetz ab und übermittelt dabei wichtige Daten zum Auto. Hintergrund ist die GSR2-C-Verordnung, die Nissan mit dieser Änderung umsetzt.

Die Abkürzung GSR2 steht für die zweite Generation der europäischen „General Safety Regulation“, einer EU-Sicherheitsverordnung für Neufahrzeuge. Der Zusatz C kennzeichnet eine Stufe dieser Regulierung, die bestimmte Sicherheitsfunktionen für neu zugelassene Fahrzeuge verbindlich vorschreibt. eCall 4G ist also keine freiwillige Zugabe, sondern gesetzlich gefordert. Für Käuferinnen und Käufer ändert das im Alltag wenig, im Ernstfall kann es aber den entscheidenden Zeitvorsprung bringen. Das System nutzt das 4G-Netz und ist damit auf eine funktionierende Mobilfunkabdeckung angewiesen, was in Deutschland in der Regel gegeben ist.

Welche Motoren und Batterien stecken im neuen Micra?

Modernes Autohaus-Showroom, glänzender Terrazzoboden, Stahlträger, bodentiefe Fenster mit Stadtblick

Zwei Antriebskombinationen stehen zur Wahl. Die Basisversion Engage sowie die Advance-Variante mit kleinem Akku nutzen den 40-kWh-Energiespeicher und einen Elektromotor mit 90 kW (122 PS). Wer die 52-kWh-Batterie wählt, bekommt einen stärkeren Antrieb mit 110 kW (150 PS). Beide Konfigurationen unterscheiden sich also nicht nur in der Reichweite, sondern auch in der Motorisierung. Das ist ein Argument, das in der reinen Preis-Diskussion schnell untergeht.

Welche Reichweite zu welchem Fahrprofil passt, hängt vom Alltag ab. Die kleine Batterie reicht für typische Pendelstrecken, die große Variante nimmt zusätzlich Wochenendtouren oder den Wocheneinkauf im Umland mit. Wer den Wagen zu Hause an einer Wallbox lädt, merkt von der Mehrreichweite im Alltag weniger als jemand, der auf öffentliche Ladepunkte angewiesen ist.

Was ändert sich im Micra-Alltag wirklich?

Die Preissenkung ist das Offensichtliche, spannender ist die Frage, was sich im täglichen Fahren tatsächlich ändert. Aerodynamik ist im Kleinwagen-Segment ein oft unterschätztes Thema. Die neuen Außenspiegel und die überarbeiteten Verkleidungen an Unterboden und Kofferraum senken den Luftwiderstand und sorgen so für weniger Fahrgeräusche. Auf Langstrecken oder bei höherem Tempo macht sich das deutlicher bemerkbar als in der Stadt.

Die zusätzlichen acht oder elf Kilometer Reichweite nach WLTP fallen im Alltag kaum ins Gewicht. Wer das Auto zu Hause an einer Wallbox lädt, merkt den Unterschied praktisch nicht. Wer aber zwischen den Lade-Sessions ein paar Kilometer mehr herausholen will, profitiert zumindest auf dem Papier. Größeren praktischen Nutzen bringt die Smartphone-Ladeschale ab Advance, weil das Navi am Telefon im Alltag öfter gebraucht wird als ein paar zusätzliche Kilometer Reichweite.

Der Micra positioniert sich damit als vollwertiger elektrischer Kleinwagen, nicht als Minimal-Lösung. Mit zwei Batteriegrößen, drei Ausstattungslinien und einer Reichweite von bis zu 427 Kilometern nach WLTP deckt er den typischen Pendel- und Wochenendgebrauch ab. Wer einen Micra ins Auge fasst, sollte auch benachliegende Modelle in derselben Preisklasse prüfen, bevor er die Konfiguration abschließt.

Mein Fazit

Die Preissenkung von bis zu 1.710 Euro ist ein klares Signal. Nissan will den Micra im umkämpften Segment sichtbarer machen. Die Reichweitensteigerung fällt mit acht oder elf Kilometern nach WLTP zwar bescheiden aus, ist aber durch die aerodynamischen Anpassungen physikalisch nachvollziehbar und kein Marketing-Trick. Spannender sind die kleinen Komfortgewinne, vor allem die Smartphone-Ladeschale ab Advance und die LED-Beleuchtung im Fond. Mein Eindruck: Wer ohnehin mit dem Micra liebäugelt, bekommt jetzt mehr Auto für weniger Geld. Wer noch unentschlossen ist, sollte Preise und Lieferzeiten direkt mit anderen elektrischen Kleinwagen vergleichen, bevor er unterschreibt.

Häufige Fragen

Was kostet der Nissan Micra jetzt in der Basis?

Der Einstieg liegt bei 26.290 Euro für die Version Engage mit 40-kWh-Batterie und 90 kW (122 PS).

Wie viel Reichweite hat der Micra nach WLTP?

Mit der 40-kWh-Batterie sind es 325 Kilometer, mit der 52-kWh-Batterie 427 Kilometer nach WLTP.

Welche Motoren werden im überarbeiteten Micra angeboten?

Die 40-kWh-Variante hat 90 kW (122 PS), die 52-kWh-Variante 110 kW (150 PS).

Ist eCall 4G beim Micra Serie?

Ja, die Notruffunktion eCall 4G ist bereits in der Basisausstattung enthalten und überträgt Daten über das 4G-Mobilfunknetz.

Quelle: elektroauto-news.net. Stand: 15.10.2026.
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