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Ratgeber

Mercedes A-Klasse als Elektroauto 2028 mit 800-Volt-Technik

Mercedes A-Klasse als Elektroauto 2028 mit 800-Volt-Technik

Das Wichtigste in Kürze

  • Mercedes A-Klasse 2028 als reines Elektroauto geplant
  • Basis ist die MMA-Plattform mit 800-Volt-Architektur
  • Drei Batteriegrößen mit 58, 71 und 85 kWh im Gespräch
  • Größter Akku soll mit über 300 kW laden können
  • Günstigster Elektro-Mercedes liegt aktuell bei gut 46.000 Euro

Mercedes dreht die Pläne für seinen Kompakten offenbar noch einmal kräftig um. Statt die A-Klasse zugunsten margenstärkerer Modelle sterben zu lassen, soll das Einstiegsmodell 2028 in einer neuen Generation zurückkehren, und zwar erstmals auch als reines Elektroauto. Das berichtet das französische Magazin L’Automobile Magazine, weitere Hinweise liefert SmartDroid.

Warum die A-Klasse auf einmal doch eine Zukunft hat

Mann um die 30 in dunklem Mantel steht mit Kaffeebecher neben seinem ladenden Elektroauto und prüft das Smartphone

Die A-Klasse war für Mercedes lange ein schwieriges Kapitel. In den Renditeplänen der Stuttgarter spielte das Einstiegsmodell zuletzt keine große Rolle mehr, der ursprüngliche Kurs lautete: auslaufen lassen. Inzwischen wurde diese Strategie offenbar korrigiert. Eine neue Generation auf Basis der Mercedes Modular Architecture, kurz MMA, ist für 2028 vorgesehen.

Das ist insofern bemerkenswert, als die MMA-Plattform bisher vor allem mit der neuen Kompaktfamilie rund um CLA, GLA und GLB in Verbindung gebracht wird. Mit der A-Klasse würde Mercedes dieses technische Fundament nun konsequent nach unten erweitern. Wer die elektrische Variante kauft, bekommt damit dieselbe Architektur wie im CLA, nur eben in einem etwas anderen Format.

Was die MMA-Plattform für die neue A-Klasse bedeutet

Die MMA-Plattform ist die technische Grundlage, auf der Mercedes seine künftigen Kompakten aufbaut. Für die neue A-Klasse heißt das konkret: ein Baukasten, der sowohl Verbrenner- als auch Elektrovarianten ermöglicht. Das ist ein wichtiger Unterschied zu reinen Elektro-Plattformen. Mercedes kann Antriebe flexibel kombinieren, je nachdem, was der Markt verlangt.

Erwartet werden nach den vorliegenden Informationen ein Radstand von 2,79 Metern und eine Länge von rund 4,50 Metern. Damit würde die neue A-Klasse deutlich größer ausfallen als direkte Wettbewerber wie der BMW 1er oder der Audi A3. Mercedes positioniert das Modell also nicht als Minimal-Kompakten, sondern als vollwertigen Fünfsitzer im unteren Premiumsegment.

Was steckt unter dem Blech?

Technisch soll die fünfte Generation der A-Klasse eng mit CLA, GLA und GLB verwandt sein. Bei der Karosserieform sind sich die beiden zitierten Quellen allerdings nicht ganz einig. L’Automobile Magazine geht weiterhin von einem klassischen kompakten Fünftürer aus. SmartDroid hält einen stärker in Richtung Crossover gehenden Ansatz für möglich. Beides wäre mit der MMA-Plattform technisch machbar.

Beim Antrieb wird es richtig spannend, denn hier trennt sich die A-Klasse endgültig vom alten Verbrenner-Image. Mercedes plant offenbar drei Batteriegrößen, die das Spektrum vom Stadtflitzer bis zum Langstreckenauto abdecken sollen. Die Akkus sind mit 58, 71 und 85 kWh angegeben. Zum Vergleich: Die kleineren Akkus entsprechen in etwa dem, was heute schon in vielen Kompakten steckt. Der größte Akku bewegt sich eher auf dem Niveau etablierter Mittelklasse-Elektroautos.

  • 58-kWh-Akku: DC-Laden mit bis zu 200 kW
  • 71-kWh-Akku: DC-Laden mit bis zu 250 kW
  • 85-kWh-Akku: DC-Laden mit mehr als 300 kW

Gerade die Ladeleistung ist das, was die neue A-Klasse vom aktuellen Einstiegssegment abheben würde. Schnelles Laden an der Autobahn-Raststätte gehört heute zu den wichtigsten Kaufargumenten bei Elektroautos. Mit über 300 kW wäre die A-Klasse in einer Liga, die bisher der Oberklasse vorbehalten war.

Was bringt die 800-Volt-Technik im Kompaktsegment?

Die Grundlage für diese Ladeleistung ist die bereits aus anderen neuen Mercedes-Modellen bekannte 800-Volt-Architektur der MMA-Plattform. Das ist ein technischer Begriff, der den Unterschied zwischen zähem Warten an der Säule und entspanntem Kaffeepausen-Laden ausmacht. Höhere Spannung bedeutet, dass bei gleicher Leistung weniger Strom fließt. Das entlastet die Kabel, reduziert Wärme und ermöglicht genau diese Ladeleistungen jenseits der 300 kW.

Beim ebenfalls MMA-basierten CLA zeigt Mercedes bereits, welches Effizienz- und Langstreckenpotenzial die Plattform grundsätzlich bietet. Konkrete WLTP-Werte für die A-Klasse werden bislang allerdings noch nicht genannt. Das ist bei einem Fahrzeug, das erst in zwei Jahren auf den Markt kommen soll, normal. Bis dahin fließt noch viel Wasser den Neckar herunter, und viele Details können sich ändern.

Warum die größte Batterie für Vielfahrer interessant ist

Wer regelmäßig lange Strecken fährt, kennt das Problem: Ein zu kleiner Akku zwingt zu Ladepausen, ein zu großer Akku kostet Anschaffungspreis und Gewicht. Die 85-kWh-Variante der neuen A-Klasse könnte hier einen pragmatischen Mittelweg bieten. Mit mehr als 300 kW Ladeleistung lassen sich selbst lange Etappen realistisch planen, vorausgesetzt, die passende Ladesäule steht bereit. Für Vielfahrer dürfte genau diese Kombination ausreichend Reichweite und schnelles Nachladen den entscheidenden Kaufanreiz darstellen.

Bleibt der Verbrenner eine Alternative?

Ganz vom Verbrenner verabschieden soll sich die A-Klasse offenbar (zunächst) nicht. L’Automobile Magazine erwartet zusätzlich Mildhybrid-Versionen mit einem 1,5-Liter-Benziner und elektrischer Unterstützung. Die elektrische Variante wäre demnach Teil einer breiter aufgestellten Modellfamilie und nicht zwingend der alleinige Antrieb.

Das ist eine bewusste strategische Entscheidung. Nicht jeder Kunde ist bereit, voll auf Elektro umzusteigen. Manche fühlen sich mit einem Mildhybrid wohler, weil sie weiterhin klassisch tanken können und trotzdem von der elektrischen Unterstützung profitieren. Mercedes bedient mit dieser Doppelstrategie beide Lager und lässt niemanden zurück.

Was kostet der Spaß?

Moderne Schnellladestation bei Dämmerung mit blau leuchtendem 800V-Display und aufgewickeltem Ladekabel

Entscheidend dürfte am Ende der Preis werden. Denn ein wirklich günstiges Elektroauto hat Mercedes derzeit nicht im Programm. Der günstigste rein elektrische Mercedes ist aktuell der neue GLA 200 elektrisch, er startet bei 46.169,62 Euro. Er verfügt über einen nutzbaren 58-kWh-Akku, schafft je nach Ausstattung bis zu 447 Kilometer nach WLTP und lädt mit maximal 200 kW. Der CLA 200 elektrisch startet mit 46.949,67 Euro nur knapp darüber.

Soll die A-Klasse ihre traditionelle Rolle als Einstieg in die Mercedes-Welt wieder ernsthaft übernehmen, dürfte sie preislich entsprechend unter diesen Modellen landen müssen. Eine Variante mit dem 58-kWh-Akku könnte dafür die technische Grundlage bieten. Sie nutzt die schnell ladende 800-Volt-Architektur, bleibt aber bei der Kapazität moderat, was den Preis drücken würde.

Was eine elektrische A-Klasse für den Wettbewerb bedeutet

Mercedes betritt mit einer elektrischen A-Klasse ein Segment, das heute vor allem von Stromstern dominiert wird. Einen echten Premium-Kompakten mit 800-Volt-Technik und drei Batteriegrößen gibt es in dieser Klasse aktuell nicht. Wenn Mercedes den Preis stimmig hinbekommt, könnte das Modell für Käufer interessant werden, die Premium-Markenimage wollen, aber nicht sechsstellige Summen ausgeben möchten. Genau diese Zielgruppe hat Mercedes in den letzten Jahren etwas aus den Augen verloren.

  • Elektrische Kompakte mit Premium-Anspruch sind im Markt selten
  • 800-Volt-Technik war bisher Oberklasse-Modellen vorbehalten
  • Preisliche Lücke zwischen Mercedes und Volumenherstellern ist real
  • Mildhybrid-Option nimmt Umsteigern die Entscheidung ab

Was bislang noch unklar ist

Bis zum erwarteten Marktstart 2028 fließt noch viel Wasser den Neckar herunter, und viele Details können sich bis dahin ändern. Der genaue Karosserieform ist noch nicht abschließend geklärt. Konkrete WLTP-Reichweiten für die einzelnen Batteriegrößen fehlen. Auch der Preis bleibt Spekulation, solange Mercedes keine offiziellen Angaben macht.

Was bleibt, ist ein klares Signal: Mercedes glaubt wieder an die A-Klasse. Das Einstiegsmodell wird nicht still und leise eingestellt, sondern bekommt eine neue Generation, die technisch zur Spitze des Portfolios aufschließt. Die Frage ist nicht mehr, ob die A-Klasse zurückkehrt, sondern zu welchem Preis und mit welcher Reichweite.

Mein Fazit

Mercedes tut gut daran, die A-Klasse nicht sterben zu lassen. Ein Einstiegsmodell ohne emotionalen Anker ist für jede Premiummarke ein langfristiges Risiko. Dass die neue Generation jetzt auch als Elektroauto kommen soll, ist folgerichtig. Die Kombination aus 800-Volt-Architektur, drei Batteriegrößen und Ladeleistungen über 300 kW katapultiert das Kompaktsegment technisch in eine neue Liga.

Der Knackpunkt wird der Preis. Wer Premium will, zahlt heute bei Mercedes mindestens gut 46.000 Euro für ein Elektroauto. Eine A-Klasse, die diesen Namen verdient, muss spürbar darunter landen, sonst fristet sie das gleiche Nischendasein wie die aktuellen Einstiegs-Elektroautos der Marke. Ich bin gespannt, ob Mercedes den Mut hat, die A-Klasse konsequent als Volks-Elektroauto zu positionieren. Die Technik dafür wäre jedenfalls vorhanden.

Häufige Fragen

Wann kommt die elektrische Mercedes A-Klasse?

Eine neue Generation auf Basis der MMA-Plattform ist für 2028 vorgesehen.

Welche Batteriegrößen sind für die E-A-Klasse geplant?

Dem Bericht zufolge sind Akkus mit 58, 71 und 85 kWh vorgesehen.

Wie schnell kann die neue A-Klasse laden?

Der 85-kWh-Akku soll mit mehr als 300 kW laden können, der 58-kWh-Akku mit bis zu 200 kW, die mittlere Variante mit bis zu 250 kW.

Wird es die A-Klasse auch als Verbrenner geben?

L’Automobile Magazine erwartet zusätzlich Mildhybrid-Versionen mit einem 1,5-Liter-Benziner und elektrischer Unterstützung.

Quelle: elektroauto-news.net. Stand: 12.09.2026.
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